Lückenfüller

Hilfe zur Selbsthilfe - Mikrokreditprojekt geht in zweite Runde

Im letzten Jahr riefen wir ein Mikrokreditprojekt für 21 kenianische Frauen ins Leben. Mittlerweile verdienen die Frauen nun ihren Lebensunterhalt für sich sich und ihre Familien. Die Frauen haben die Hoffnung, dass sie aus eigener Kraft einen Weg aus der Armut finden. Nach diesen positiven Erfahrungen wollen wir nun ein weiteres Mikrokreditprojekt auflegen.

Zehn junge Frauen, die gerade ihre Ausbildung zur Schneiderin abgeschlossen haben, sollen mit Hilfe von Mikrokrediten Nähmaschinen kaufen. Damit können Sie Schuluniformen nähen, die von unserer Partnerorganisation, Uhuru - für Kinder ohne Hoffnung e.V. für Schulpatenschaften benötigt werden. Die Kreditsumme werden sie im Lauf des Jahres zurückzahlen. Die Nähmaschinen sind ein wichtiges Startkapital für den Weg in die Selbstständigkeit.


Bild MikrokreditBild Mikrokredit


Wir planen eine Fortsetzung der Kooperation mit dem Uhuru Community Development Project in Kisumu, Kenia. Im Dezember 2008 riefen wir ein erstes Mikrokreditprojekt ins Leben: Nach einem Spendenaufruf konnten Kleinkredite an 21 Frauen in Höhe von je ca. 200 Euro vergeben werden, damit diese ein eigenes Mikrounternehmen aufbauen konnten. Die Rückzahlungen laufen.


Bei Besuch vor Ort konnten wir die positiven Auswirkungen selbst sehen: die Frauen verdienen den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien. Die Kinder gehen regelmäßig zur Schule, die Frauen haben wieder Hoffnung, dass es doch aus eigener Kraft einen Weg aus der Armut gibt.


Nach diesen positiven Erfahrungen wollen wir, die Global Marshall Plan Lokalgruppe Tübingen, nun gemeinsam mit unserem kenianischen Partner ein neues Mikrokreditprojekt auflegen.

Unsere Zielgruppe sind zehn jungen Frauen, die diesen Monat in Kisumu ihre Ausbildung zur Schneiderin mit der staatlichen Prüfung abschließen. Der Mikrokredit soll Nähmaschinen für diesen Ausbildungsjahrgang finanzieren. Die Kreditsumme wird von den Frauen im Laufe des Jahres 2010 zurückgezahlt werden – danach gehören die Nähmaschinen ihnen, was ein enorm wichtiges Startkapital für den Weg in die Selbstständigkeit darstellt. Mit dem zurückgezahlten Geld sollen weitere Maschinen für den nachfolgenden Ausbildungsjahrgang finanziert werden.

Ihren Lebensunterhalt sowie das Geld, mit welchem der Mikrokredit zurückgezahlt werden soll, werden die Frauen durch die Herstellung und den Verkauf von Schuluniformen und anderen Kleidungsstücken verdienen. Ein Teil der Schuluniformen wird vom Uhuru-Projekt zur Ausstattung der von ihnen unterstützten Waisenkindern gekauft – damit ist ein Mindestabsatz/ -einkommen für die Schneiderinnen garantiert.


Das Uhuru-Projekt plant außerdem eine so genannte Business Development Unit, die den Frauen im kommenden Jahr bei der Vermarktung und der Gründung eines eigenen Geschäftes helfen wird.

Hierzu werden die Frauen außerdem explizit an einem mehrtägigen Workshop geschult. Sie erlernen dabei Fähigkeiten, die für die Führung eines eigenen Mikrounternehmens wichtig sind, wie zum Beispiel die Grundideen der Buchhaltung, die Planung von Investitionen und die Vermarktung ihrer Produkte.


Wie schon im ersten Mikrokreditprojekt werden die zehn Kreditnehmerinnen in zwei Gruppen à 5 Frauen eingeteilt, die füreinander bürgen und bei Ausfall der Zahlungen füreinander haften. Dies folgt dem bewährten Prinzip der Grameen-Bank des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus.

Um die Kreditsumme von etwa 2.500 Euro aufzubringen, benötigen wir Ihre Unterstützung:


Bitte überweisen Sie Ihre Spende auf unser Konto :

Global Marshall Plan Lokalgruppe Tübingen e.V.,

Kontonummer 1472046

BLZ 641 500 20

Kreissparkasse Tübingen

 



Lokalgruppe startet Mikrokreditprojekt

Tübinger Lokalgruppe der Global Marshall Plan Initiative unterstützt 21 kenianische Frauen bei Existenzgründung

Ende Dezember rief die Tübinger Global Marshall Plan Lokalgruppe ein Mikrokreditprojekt ins Leben, um hilfsbedürftigen Frauen in Kenia bessere Lebensbedingungen zu ermöglichen. Die Resonanz auf den Spendenaufruf war enorm. Inzwischen konnten die Kleinkredite an die Frauen ausgezahlt werden.

Bild MikrokreditBild MikrokreditBild Mikrokredit


 „Mit großer Freude verfolgten wir den Spendenstand“, berichtet Jannis Maaß, Sprecher der Global Marshall Plan Lokalgruppe. „Schneller als erwartet gingen die Spenden für das Hilfsprojekt auf unserem Konto ein. Von dieser tollen Hilfsbereitschaft und dem uns entgegengebrachten Vertrauen sind wir und unsere Partner in Kenia begeistert.“ Gleichzeitig begannen in Kenia die Vorbereitungen. Zwei Sozialpädagogik-Studentinnen aus Stuttgart unterstützen die Partnerorganisation Uhuru und deren Leiter, Davis Okombo, vor Ort. Denn bevor die Kredite ausgezahlt werden sollten, waren eine Menge Vorbereitungen zu treffen. Besonders viel Wert wurde auf die Ausbildung der Frauen gelegt, damit das Geld den Frauen auch wirklich langfristig zugute kommt.

Die Auswahl, wer einen Kredit besonders nötig hat und kreditwürdig ist, wurde von der Leiterin einer Frauengruppe getroffen. Sie kennt die Frauen am besten.

Um einen Kredit zu erhalten, stellten die Frauen ein Geschäftsplan auf.

Die Frauen schlossen sich in Kleingruppen zu fünft zusammen und berieten über ihre Vorstellungen. Bevor die Kredite ausgezahlt wurden, mussten die Frauen schließlich noch einen Vertrag unterzeichnen. Mit ihrer Unterschrift übernehmen die Frauen auch Verantwortung und Haftung für ihre Gruppe. Das erhöht zwar den Druck auf die Kreditnehmerinnen, gewährleistet aber auch, dass die Kredite zurückgezahlt werden.

Zwischen umgerechnet 100 und 200 Euro erhielten die Frauen, mit denen sie ihre Pläne umsetzen können. Die meisten der Frauen sind als Händlerinnen auf einem Markt aktiv. Innerhalb von einem Jahr werden die Frauen den Kredit zurückzahlen. „In den nächsten Wochen sehen wir, wie erfolgreich die Konzepte der Frauen sind und wie schnell sie ihren Kredit zurückzahlen können“ sagt Maaß. Das Geld soll dann weiteren Frauen vor Ort zugute kommen, damit die Wirkung des eingesetzten Geldes vervielfältigt werden kann. .

Dank der großzügigen Spendenbereitschaft aus Tübingen können 21 kenianische Frauen jetzt und viele weitere in der Zukunft sich selbst eine bessere  Zukunftsperspektive schaffen.


Eindrücke vom Projekt in der Bildergalerie


Kleiner Kredit - große Wirkung

Unterstützen Sie unser Hilfsprojekt in Kisumu, Kenia!
Ein Projekt für faire Lebensbedingungen!
Helfen Sie mit!


Flyer runterladen

Das Projekt in Kürze
15 motivierte Frauen schließen sich in einer Selbsthilfegruppe zusammen. Für die Gründung eines kleinen Betriebes erhält jede von Ihnen umgerechnet 200€. Innerhalb eines Jahres wird dieser Kredit zurückgezahlt, der dann an andere Frauen neu vergeben wird.
Die Frauengruppe trifft sich wöchentlich, um sich gegenseitig zu helfen und Probleme zu diskutieren. Bevor der Kredit ausgegeben wird, erhält die Gruppe eine Schulung betriebswirtschaftlicher Grundlagen.

Unsere Ziele:
Wir möchten armen Menschen, die keinen Zugang zu Krediten haben, die Möglichkeit geben,aus eigener Kraft eine nachhaltige Lebensgrundlage aufzubauen, die Familie zu versorgen und langfristig Abhängigkeiten zu reduzieren.
Mikrokredite beruhen auf der Kreativität und dem Engagement der Frauen. Dabei wird vor Ort Wertschöpfung erzeugt und der lokale Handel gestärkt.
Dieses Projekt orientiert sich an dem Konzept von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus. Seit über 30 Jahren bewährt sich diese Idee weltweit. Mittlerweile erhalten über 100 Millionen Menschen weltwelt Mikrokredite. 97% dieser Kredite werden zurückgezahlt.

Spendenkonto: Global Marshall Plan Lokalgruppe Tübingen e.V.
Konto 147 20 46, BLZ 641 500 20, Stichwort: Mikrokredit, Kreissparkasse Tübingen.

Hintergrund:
In der Region Kisumu leben 60% der Bevölkerung in Armut (weniger als ein Dollar pro Tag). Existenzielle Armut, Arbeitslosigkeit, Gesundheit, HIV/Aids, Jugendkriminalität und Bildung sind die zentralen Herausforderungen.
Durch politische Unruhen Anfang 2008 hat sich die Lebenssituation weiter verschlechtert.

Fehlende Bildung sowie soziale und wirtschaftliche Ungleich-heiten sind oft Ursache von Konflikten. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation „Uhuru Community Development Project“ verfolgen wir die Vision einer Gesellschaft, in der Kinder ihr Recht auf Leben, Entwicklung und Zukunft in Freiheit und Würde genießen können.

Wir garantieren:
Wir pflegen engen Kontakt mit der Partnerorganisation vor Ort, die Kooperation basiert auf Aufrichtigkeit und Vertrauen. Die Initiative ist vor Ort seit 2002 aktiv und hat bisher beachtliche Arbeit im Kampf gegen Armut und Elend geleistet.

Dieses Projekt wird in Kooperation mit Uhuru für Kinder ohne Hoffnung e.V. (www.uhuru-ev.de) durchgeführt. Dieser Verein engagiert sich seit 2005 für Kinder und Jugendliche in der Region Kisumu.

Ihre Spenden werden komplett in Kenia eingesetzt! Alle Verwaltungskosten werden von uns übernommen. Wir dokumentieren regelmäßig Fortschritte und setzen ihre Spenden zweckgebunden, transparent und verantwortungsvoll ein.

Wir sind als gemeinnütziger Verein anerkannt. Spendenbescheinigungen werden vom Finanzamt anerkannt.